Die persönlichen digitalen Musiksammlungen sind in den letzten Jahren enorm gewachsen. Mehrere tausend Songs auf einem PC sind keine Seltenheit sondern Alltag. Je größer aber eine Musiksammlung ist, desto schwieriger wird es, durch die Sammlung zu navigieren. Die meisten Musik-Player auf dem Computer zeigen nämlich die gespeicherten Titel in Listen. Die verwendeten Ordnungs-Prinzipien sind größtenteils textbasiert und erlauben entsprechend nur eine alphabetische Sortierung. Die Musik selbst bzw. der Klang der einzelnen Titel spielt hierfür meist keine Rolle. Viele Songs einer Sammlung werden vergessen und deshalb nie oder sehr selten gehört. Aus diesem Grund werden alternative Ansätze für die Visualisierung der eigenen Musiksammlung und für die Sortierung der Musik immer interessanter. Ein spannendes Beispiel hierfür ist das Projekt MusicBox von Anita Lillie, das im Zusammenhang mit einer Masterarbeit am MIT entstanden ist und derzeit viel Beachtung findet.
Auch das mufin-Team beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema Visualisierung von Musiksammlungen. Der MAGIX MP3 Maker 14 war 2007 eines der ersten kommerziellen Produkte mit einer entsprechenden Technologie und hat bereits viel positives Feedback bekommen.
Im November wurde nun der MP3 Maker in der neuen Version 15 veröffentlicht. Neben weiteren spannenden Funktionen, wie der klangbasierten Playlist-Generierung und Online-Musikempfehlungen, wurde auch eine weiterentwickelte Version der Musik Visualisierung (mufin vision) eingebaut.
Die mufin vision wurde in ihrem Funktionsumfang deutlich erweitert. Man kann die eigene Musiksammlung nun wahlweise in einem zwei- oder drei-dimensionalen Raum anordnen. Die einzelnen Songs werden je nach Ansicht als Punkte oder Kreise dargestellt, wobei Titel mit ähnlichen Eigenschaften nah beieinander liegen. Als echte Alternative zur normalen Listenansicht kann man in der mufin vision viele Funktionen genau wie in der Liste verwenden: z.B. mit Doppelklick werden die Titel abgespielt, Rechtsklick öffnet das Kontextmenü usw.
Der Clou an der neuen mufin vision ist die freie Belegung der Eigenschaften. x-, y- und z-Achse, die Größe der Kreise für die Titel und auch die Farbe der einzelnen Songs können beliebig mit Informationen belegt werden (Die grafische Ähnlichkeit zu Anita’s Arbeit hat uns sehr überrascht und ist ein echter Zufall). Neben Klangeigenschaften wie Tempo, Perkussivität oder Klangdichte können auch Metadaten (z.B. Jahr der Veröffentlichung) und Informationen zur Musiksammlung (z.B. Zuletzt hinzugefügt) zugeordnet werden. Mit mufin vision lässt sich die eigene Musiksammlung frei navigieren, auf einen Blick erfassen und wie mit Hilfe einer Landkarte durchstöbern.
Den MP3 Maker 15 es gibt ab jetzt bei MAGIX, in Kürze wird auch eine Testversion erscheinen.